A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Haeckel

 
     
   
Ernst Heinrich, 1834-1919, deutscher Zoologe. Nach medizinischem und naturwissenschaftlichem Studium in Berlin bei Johannes Müller und in Würzburg 1861 habilitierte Haeckel sich in Jena. Dort war er seit 1865 Professor für Zoologie. Er übernahm und propagierte C. Darwins Theorie der Entstehung der Arten und entwickelte eine Monismus genannte Weltanschauung, die er in Die Welträthsel (1. Aufl. 1899) gemeinverständlich darlegte. Er sieht sich als Pantheist in der Tradition Spinozas und Goethes und verwirft jede Trennung des Geistes (oder der Seele) von der Materie. Haeckel führte Begriffe wie Ontogenie, Phylogenie, Ökologie ein. Er sah in der Ontogenese eine Rekapitulation der Phylogenese, nannte dies das Biogenetische Grundgesetz und inspirierte damit Entwicklungspsychologen wie W. Preyer, J. M. Baldwin und G. S. Hall, der ein analoges Psychogenetisches Grundgesetz der Rekapitulation der Menschheitsentwicklung in der seelischen Entwicklung des Kindes annimmt. Zwar haben sich diese Grundgesetze als illusorisch erwiesen, sie waren gleichwohl heuristisch sehr fruchtbar, wie die Entwicklungspsychologie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts belegt. Neben Impulsen für die Entwicklungspsychologie lieferte Haeckel auch wichtige Beiträge zur Vergleichenden Psychologie.

Literatur

Hemleben, J. (1964). Ernst Haeckel in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek: Rowohlt.

Krausse, E. (1987). Ernst Haeckel (2. Aufl.). Leipzig: Teubner.


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
HADS-D
haemorrhagischer Infarkt
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Rhine Würfel | BAVIS | Wahlforschung
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon