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Hull

 
     
   
Clark Leonard, 1884-1952, US-amerikanischer Verhaltenspsychologe und Lerntheoretiker, gilt als einer der prominentesten Vertreter des Neobehaviorismus. Erst Bergbau-Ingenieur, wechselte er nach einer Erkrankung zur Psychologie. Professor für Psychologie an der University of Wisconsin (1922-1929) und an der Yale University, New Haven, Connecticut(1929-1952). Zunächst Arbeiten über psychologische Testverfahren zur Berufsberatung und über die wissenschaftlichen Grundlagen der Hypnose. Beeinflußt von I. P. Pawlow und E. L. Thorndike entwickelte er eine Verstärkungstheorie des Lernens. Diese fußt auf dem Prinzip der Verstärkung (reinforcement), d.h. durch (relative) Bedürfnisreduktion wird die Reaktion auf einen auslösenden Reiz bekräftigt. Der Organismus hat in Hulls Theorie die Position einer beeinflussenden, aber nicht objektiv meßbaren Größe. Innerhalb des Organismus stellen sogenannte intervenierende Variablen den Zusammenhang zwischen Reiz- und Reaktionsgrößen her. In Principles of behavior (1943) formulierte er ein aus formalen Axiomen aufgebautes logisches System, aus dem Hypothesen über menschliches Verhalten deduziert und experimentell geprüft werden können. Weitere wichtige Werke sind: Aptitude Testing (1928), Hypnosis and Suggestibibility (1933) und A behavior system (1952).

Literatur

Rashotte, M. E. & Amsel, A. (1999). Clark L. Hull’s Behaviorism. In W. O’Donohue & R. Kitchner (Ed.), Handbook of Behaviorism (p.119-158). San Diego: Academic Press.


 
     
 
 
 
     
 
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