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Selbstwert

 
     
   
eine Grundmotivation der Existenzanalyse; das subjektive Gefühl des Wertes der eigenen Person und der Einstellung zum Ich (Authentizität) innerhalb des Sinnverständnisses der eigenen Existenz. Das damit verbundene existentielle Grunderlebnis der Andersartigkeit und der potentiellen Einsamkeit mündet in die Rechtfertigungsfrage der Existenz (“Darf ich so sein, wie ich bin?”). Diese existentielle Frage an die Individualität stellt den Menschen radikal vor ein doppeltes Gesehen-Werden – ein inneres und ein äußeres “Gesicht” (Intimität und Öffentlichkeit). Induziert wird der Selbstwert durch personale Begegnungen, in denen die Person (an-)gesehen wird, Stellungnahmen erhält, Wertschätzung (Respekt) erlebt und Anerkennung bekommt. Zur Entfaltung kommt Selbstwert durch die personale Einwilligung (Entscheidung) zu sich in der Intimität vor sich selbst (zu sich stehen) wie vor der Öffentlichkeit (sich zeigen in der Begegnung, sich sehen lassen). Therapeutisch ist Selbstwert zugänglich durch Arbeit an der Einstellung zu sich selbst (Selbstbild, Selbst) mittels konfrontierender, erklärender Begegnung sowie durch Bearbeiten von Verletzungen in den Themenbereichen Intimität, Scham, Achtung, Respektieren des Eigenen, Würde. Störungen des Selbstwerts führen zu Problemen in der Abgrenzung zu anderen (Nähe, Übergriffe, Distanziertheit), zu Vereinsamung (innere Leere), Sozialängsten, zum hysterischen Formenkreis und zu Persönlichkeitsstörungen

Literatur

Waibel, E. M. (1994). Erziehung zum Selbstwert. Persönlichkeitsförderung als zentrales pädagogisches Anliegen. Auer: Donauwörth.


 
     
 
 
 
     
 
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