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Kinderrehabilitation

 
     
   
neues Anwendungsfeld der Psychologie, leistet einen wichtigen Beitrag im Rahmen der medizinischen und psychosozialen Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher, z.B. bei Asthma, Adipositas (Rehabilitation, Klinische Kinder- und Jugendpsychologie). Sie zielt im Gegensatz zur Rehabilitation bei Erwachsenen bei Kindern (und Jugendlichen) häufig darauf ab, bestimmte Einschränkungen (so v. a. der Arbeitsfähigkeit) gar nicht erst entstehen zu lassen (= präventiver Charakter; Prävention). Die stationäre Heilbehandlung stellt einen wichtigen Eckpfeiler in der Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher dar. Die medizinische Rehabilitation zielt dabei im Sinne einer umfassenden Definition von Gesundheit darauf ab, nicht nur ein Optimum an körperlichen, sondern auch an sozialen und psychischen Fertigkeiten zu erzielen. Die häufigsten Indikationen stellen Asthma, Hauterkrankungen (v.a. Neurodermitis) und mit Adipositas einhergehende Einschränkungen dar. Als besonderes Spezifikum der Kinderrehabilitation ist die häufige psychosoziale Mehrfachbeeinträchtigung der Betroffenen zu nennen. Chronische Erkrankungen stellen zahlreiche Anforderungen an die Betroffenen: Umgang mit den Behandlungsanforderungen (z.B. eigenverantwortliche Medikation) sowie emotionale Krankheitsbewältigung (z.B. Akzeptieren der eigenen Erkrankung). Um diesen Anforderungen zu genügen, bietet die stationäre Rehabilitation zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen, die sich entweder direkt an den Rehabilitanden (z.B. medizinische Therapie) als auch das unmittelbare soziale Umfeld (z.B. Elternberatung) richten. Der Maßnahmenkatalog umfaßt eine umfassende Diagnostik und Therapie, die sich nicht nur auf die Risikofaktoren konzentriert, sondern auch Ressourcen des Betroffenen und seiner Umgebung mit einbezieht. Die konkreten Inhalte und Ziele sind am jeweiligen kognitiven und sozialen Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen zu relativieren. Das interdisziplinäre Team aus Ärzten, Psychologen, Pädagogen, KrankenpflegerInnen, Lehrern etc. bietet die Möglichkeit einer umfassenden Betreuung. Patientenschulungsprogramme wurden speziell für einzelne Alters- und Indikationsbereiche entwickelt, um die betroffenen Kinder und Jugendlichen möglichst spezifisch, aber auch umfassend im Umgang mit ihrer Erkrankung und den damit verbundenen Anforderungen und eventuell Belastungen zu unterstützen.

Literatur

Petermann, F. & Warschburger, P. (1999). (Hrsg.). Kinderrehabilitation. Göttingen: Hogrefe.


 
     
 
 
 
     
 
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