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Rehabilitation

 
     
   
Wiedereingliederung eines Kranken nach seiner Genesung in das berufliche und soziale Leben. Es müssen vorübergehend Bedingungen geschaffen werden, die den Narben der Krankheit, der Schwächung, der zeitweisen Isolation entsprechen und den Genesenen vor neuer Schädigung schützen. Oft ist durch die Zeit der Krankheit und der Behandlung, auch durch den Schock der Verletzung, das Verhältnis zur normalen Umwelt so sehr verloren gegangen, daß zur Rehabilitation auch eine Führung des Genesenen gehört. Das gilt geradeso für psychische und psychosomatische Krankheiten. Die Psychotherapie muß mit einer Phase der Ablösung enden, in der die Abhängigkeit des Patienten vom Arzt ebenso wie der Schutz, den er gewährt hat, nur allmählich gelockert werden können, bis die Fähigkeit zur selbständigen Bewältigung des Lebens hergestellt ist. Als Krankheit läßt sich weitgehend auch das Fehlverhalten von Gesetzesbrechern verstehen; sie sind gleichsam an ihrem Verhältnis zur Gesellschaft erkrankt. Es hilft wenig, wenn man sie dafür nur bestraft. Man muß sie auch befähigen, sich nach der Strafe besser in die Gesellschaft einzugliedern, und dies trotz der Belastung durch die Strafe. Bereits im Gefängnis müßte die Rehabilitation einsetzen, die in diesem Bereich »Resozialisierung« heißt.
 
     
 
 
 
     
 
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