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Outdoor-Training

 
     
   
Veranstaltungen, die ihre Wurzeln in der Erlebnispädagogik von Kurt Hahn (1866–1974) und dem Motto "Lernen mit Kopf, Herz und Hand" haben, seit Mitte der 80er Jahre in Deutschland zunehmend nachgefragte Maßnahme der Personalentwicklung. Die Lernsituation in gewohnter Umgebung von Schulungs- und Seminarräumen scheint oftmals ausgereizt. Die Meinungen zur Outdoor-Methode im Führungstraining gehen auseinander, die einen beschwören die Kraft durch bewegende Erlebnisse, das Zusammenschweißen der Gruppe durch gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Arbeitssituation; Kritiker sprechen von Pfadfinderromantik und teuren Abenteuerurlauben. Nicht jede Fortbildungsmaßnahme, die nicht “Indoor” stattfindet, ist ein Outdoor-Training (z.B. isolierte Outdoor-Aktivitäten wie eine “Blindenführung”, Gruppenaufgaben in der Grünanlage). Unterschiedliche Durchführungsformen von Outdoor-Trainings sind Wilderness Experiences, die Parcoursform und Wildcours, eine Kombination dieser beiden Varianten (Abb.1).

Aus der Sicht des Auftraggebers besteht die Hauptintention zum Outdoor-Training darin, mit einem neuen methodischen Vorgehen alte Ziele zu erreichen, d.h., die Führungsfähigkeit, die Teamorientierung der Mitarbeiter zu steigern und damit letztlich die Leistung und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dauerhaft zu sichern. Die Zielsetzungen der teilnehmenden Fach- und Führungskräfte stimmen damit nur partiell überein .

Ein Outdoor-Training soll zwar Spaß machen, doch es handelt sich nicht um eine reine Motivations- oder gar Incentive-Veranstaltung. Die landschaftlich schöne Umgebung ist der Rahmen, um konkrete (Team-) Aufgaben zu lösen. Für das Unternehmen aber ist der Transfer, die Übertragung in die Arbeitssituation, zentral. Wie erste Evaluationsstudien zeigen, lassen sich Verhaltensänderungen im Bereich Kommunikation, Kooperation, Gruppensteuerung und Entscheidungsfindung durchaus langfristig erzielen. Wenn die Unternehmensstruktur und -kultur eine Veränderung allerdings nicht zulassen, wird der Lerntransfer gering bleiben, die Frustration für den einzelnen ist um so größer.

Literatur

Bartel, W. & Rehm, M. (1996). Evaluation von Outdoor-Aktivitäten. Erleben und lernen, 5, S. 140-143.

Buchner, D. (1996). Outdoor-Training. Wie Manager und Teams über ihre Grenzen gehen. Wiesbaden.
 
     
 
 
 
     
 
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