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Schmerzimpfungstraining

 
     
   
gehört zu den kognitiven Bewältigungsstrategien und wird im Kontext des kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatzes in der Schmerztherapie angewandt. Es basiert auf Meichenbaums Streßimpfungstraining, dessen Struktur auf den Bereich der Schmerztherapie übertragen wurde. Der Grundgedanke ist die kognitive Umstrukturierung negativer Selbstinstruktionen in bewältigungsorientierte Kognitionen. Hierbei geht es um das Auffinden von für die Schmerzbewältigung hinderlicher und förderlicher Gedanken, die, entsprechend kognitiver Theorien, Emotionen und Verhalten steuern und damit auch die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Im Schmerzimpfungstraining wird nach den folgenden vier Phasen eine gedankliche Struktur zur Bewältigung von Schmerzepisoden in Form eines inneren Dialoges eingeübt: 1) Vorbereitung auf den Stressor Schmerz: "Entwickle einen Plan: Erstmal nachdenken, was ich jetzt tun kann". 2) Konfrontation mit dem Schmerz: "Wende erlernte Bewältigungsstrategien an: Ich könnte jetzt...". 3) Bewältigung kritischer Phasen: "Bewahre Ruhe, auch wenn es schwierig wird: Ich kann Kontrolle behalten." 4) Bewertung bzw. Selbstverstärkung: "Es klappte (schon recht) gut."

Literatur

Meichenbaum, D.W. (1979). Kognitive Verhaltensmodifikation. München: Urban und Schwarzenberg.

Jungnitsch, G. (1992). Schmerz- und Krankheitsbewältigung bei rheumatischen Erkrankungen. München: Quintessenz.


 
     
 
 
 
     
 
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