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Schutzmotivation

 
     
   
Protection Motivation Theory, von C. Roger entwickeltes Modell, in dem der Frage nachgegangen wird, welche Variablen das Gesundheitsverhalten steuern. Demnach hat eine Person nur dann die Absicht, ein gesundes Verhalten auszuführen, wenn sie den Schweregrad einer Gesundheitsbedrohung wahrnimmt, sich gegenüber dieser Bedrohung verletzlich fühlt, genug überzeugt ist, daß mit einer bestimmten Handlung die Bedrohung verringert wird, und wenn sie sich kompetent fühlt, dieses gesundheitsfördernde Verhalten auszuführen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, wird eine positive Intention gebildet. Die Umwandlung einer Intention im Verhalten hängt dann z.B. auch davon ab, ob keine äußeren Barrieren oder die Einstellung von Bezugspersonen die Handlung verhindern. Kommunikation über Schutzmotivation muß folglich mehrere Kognitionen erfolgreich beeinflussen, damit sich ein bestimmtes gesundheitsgefährdendes Verhalten ändert. Die Rezipienten müssen einsehen, daß sowohl 1) die Schadensschwere als auch 2) die Wahrscheinlichkeit für die betreffende Krankheit höher sind, als von ihnen bisher angenommen wurde, und daß 3) die in der Kommunikation enthaltene Empfehlung ein effektives Mittel gegen diese gefährlichen Konsequenzen darstellt. Daneben soll in der neueren Version der Schutzmotivation ein Appell 4) die psychologischen und finanziellen Kosten für die Ausführung der Empfehlung thematisieren und 5) die Selbstwirksamkeit der Rezipienten berücksichtigen, d.h. die subjektive Wahrscheinlichkeit, mit der diese annehmen, zur erfolgreichen Ausführung der Empfehlung in der Lage zu sein (Gesundheitsverhaltensmodelle).


 
     
 
 
 
     
 
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