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Selbstbestrafung

 
     
   
1) aus Sicht der Psychoanalyse ein Mechanismus, sich z.B. für den unbewußten Wunsch, den todkranken Vater nicht mehr pflegen zu wollen, in Form eines hysterischen Kompromisses (einer Lähmung) zu bestrafen. 2) Form der Autoaggression: Selbstverletzung als Selbstbestrafung oder Selbstentlastung, mit der die Person – so eine umstrittene Theorie – ihre Schuldeinsicht deutlich machen will und somit den Druck des Über-Ichs abbaut 3) Eher umstrittene Methode der Verhaltenstherapie, die auf die Senkung der zukünftigen Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens oder die Veränderung der Auslöserqualität einer bestimmten Situation abzielt: Koppelung des zu vermeidenden Verhaltens oder einer bestimmten Situation mit einem aversiven Reiz; ist meist nur dann zeitlich stabil, wenn gleichzeitig mit der Löschung auch adäquates Alternativverhalten aufgebaut wird. Selbstbestrafung ist indiziert, wenn die Kontrolle des Therapeuten verringert werden soll oder bei Verhaltensproblemen, bei denen nur der Patient den Zugang zu den relevanten Daten hat (z.B. zu seinen Gedanken oder bei konflikthaften Verhaltensweisen, z.B. Rauchen) (Selbstkontrolltherapie).


 
     
 
 
 
     
 
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