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Gerechtigkeitstheorien

 
     
   
equity-Theorien, Theorieansätze der Sozialpsychologie zur Bedeutung von Gerechtigkeitsvorstellungen bzw. -überzeugungen für das individuelle Handeln in sozialen Beziehungen, z.B. Aufteilungsgerechtigkeit (Austauschtheorie). 1) Die Equity-Theorie (von Walster, Adams u.a.) geht davon aus, daß der Mensch von Natur aus selbstsüchtig und bestrebt sei, seinen Nutzen zu maximieren. Um die Konflikte zu minimieren, die bei dieser eigennützigen Zielverfolgung zwangsläufig folgen müssen, entwickelt jedes Sozialsystem Regeln für die gerechte Verteilung von Gütern und Bedingungen, die im Laufe der Sozialisation verinnerlicht werden. Die Equity-Theorie beschäftigt sich vor allem mit der Frage, welche psychologischen Konsequenzen aus einer ungerechten Beziehung erwachsen. 2) Die Gerechtigkeitsmotivtheorie (von Lerner u.a.) betrachtet Gerechtigkeitstreben als Folge der kognitiven Entwicklung einer Person. Der Mensch entwickelt nach dieser Theorie im Laufe seiner Entwicklung die Fähigkeit, verschiedene Handlungsalternativen und die jeweiligen Konsequenzen zu antizipieren und dementsprechend Handlungen zu planen. Gleichzeitig erfährt er, daß Bedürfnisaufschub manchmal vorteilhaft ist, um dafür langfristig größere Befriedigung zu erhalten. Nach dieser Erfahrung zu handeln lohnt sich nur, wenn er an eine (gerechte) Welt glaubt, in der jeder das bekommt, was er verdient. 3) Aus der Sicht anderer Theorien beschäftigt sich der Mensch mit Gerechtigkeit, weil ihm z.B. die existierenden Regeln ein Sicherheitsgefühl vermitteln und dies seinem Bedürfnis nach Kontrolle der Umwelt und der Konsequenzen seines Handelns entspricht.


 
     
 
 
 
     
 
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