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Sander

 
     
   
Friedrich, 1889–1971, deutscher Psychologe. 1909–1913 Studium der Philosophie, Psychologie, Kunstgeschichte und Physik in München und Leipzig, 1913 Promotion zum Dr. phil. in Leipzig. 1913–1929 Assistent am Institut für experimentelle Psychologie in Leipzig, 1914–1918 Kriegsdienst, 1922 Habilitation für Psychologie, 1925 Ernennung zum a. o. Professor. 1929–1933 a. o. Professor für experimentelle Psychologie und Pädagogik in Gießen, 1933–1945 Professor für Psychologie in Jena, 1945 entlassen. 1949–1951 Professor an der Landeshochschule Potsdam, 1952 Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Anthropologie Berlin, 1955–1958 Professor für Psychologie in Bonn. Sander begründete mit F. Krueger die Schule der genetischen Ganzheitspsychologie. Er entwickelte ausgehend von experimentellen Wahrnehmungsuntersuchungen den Begriff der Aktualgenese (Emotion), der den Prozeß der Entstehung eines Gestalterlebnisses beschreibt, und behauptete, daß den Gestaltqualitäten sogenannte Ganzqualitäten vorausgehen. Bekannt wurde auch die "Sandersche Figur", eine optische Täuschung (Sandersche Täuschung). In der Zeit der NS-Herrschaft sah Sander in der Ganzheitspsychologie einen Beitrag zur sogenannten Neuordnung des völkischen Lebens. 1962 legte er eine Sammlung der Arbeiten zur Ganzheitspsychologie vor (Ganzheitspsychologie. Grundlagen, Ergebnisse, Anwendungen; mit H. Volkelt herausgegeben).

Literatur

Sander, F. (1972). Friedrich Sander. In L. J. Pongratz, W. Traxel & E. G. Wehner, Psychologie in Selbstdarstellungen (S. 309-333). Bern: Hans Huber.


 
     
 
 
 
     
 
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