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feministische Psychotherapie

 
     
   
philosophischer Ansatz für die Durchführung von Therapie und Beratung, wurde etwa um 1960 entwickelt. Feministische Therapie entstand als Reaktion darauf, daß sich viele Frauen durch traditionelle Psychotherapie benachteiligt fühlten, die zu sehr auf die Bedürfnisse von Männern zugeschnitten sei: Theoretischen Annahmen über die Persönlichkeit der Frau lägen meist falsche, sexistische Vorstellungen zugrunde, und der traditionelle (männliche wie weibliche ) Therapeut würde in die Therapie auf subtile Weise gesellschaftliche Vorurteile einfließen, die die Frau erniedrigen und abwerten (vor allem in der orthodoxen Psychoanalyse nach S. Freud). Feministische Therapie präsentiert neue Grundregeln für die therapeutische Arbeit, die aus der Ideologie des politischen Feminismus und der Frauenbewegung (Feministische Psychologie) entwickelt wurden: Machtausgleich zwischen Klient und Therapeut (in), Vertrag über die therapeutische Beziehung, Zugang zu den Akten, nicht-sexistische Sprache, keine geschlechtsspezifischen Witze oder unbedachte verletzende Bemerkungen über Frauen, solides Grundwissen der Therapeuten über das Leben der Frau. Drei Verfahren haben sich in der Feministichen Therapie als besonders erfolgreich erwiesen: a) Selbstbehauptungstraining, b) Lebensplanung (Unterstützung bei der Planung der Berufslaufbahn), c) Analyse der Geschlechtsrolle (Bewußtmachen der Einschränkungen durch die traditionellen Geschlechtsrollen) (Geschlechterdifferenzierung, Geschlechterforschung, Geschlechterkonstruktionen).

Literatur

Brown, L. S. & Liss-Levinson, N. (1983). Feministische Therapie. In R. Corsini (Hrsg.), Handbuch der Psychotherapie. 2 Bände. Weinheim: Beltz.


 
     
 
 
 
     
 
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