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Landkarte kognitive

 
     
   
1) Innere Repräsentation von auszuführenden Handlungen, die als Handlungsanweisung die Abfolge der Handlungen organisiert und deren Zweckmäßigkeit überprüft. Im wesentlichen ist dieses Konzept auf E. Tolman zurückzuführen, wonach das Gestalten von Handlungen mehr sei als das Ausführen eines einfachen Reiz-Reaktions-Lernen. Die handelnde Person erstellt sich ein räumliches, kognitives Modell und erfährt darin Gegenstände als Handlungsobjekte und Handlungsmittel. Tolman unterscheidet dabei 1) Diskriminanda, Gegenstände und Merkmale, die handlungsweisend sind, 2) Manipulanda, Gegenstände, die manipuliert werden, 3) Ziel-Objekte, die geeignet sind, auftretende Bedürfnisse befriedigen, 4) Mittel-Objekte, die als Werkzeuge zur Zielerreichung eingesetzt werden. Dieses Konzept kann als Vorläufer der heutigen Handlungstheorien (Handlung, Handlungsregulation) verstanden werden. 2) Repräsentation von Landkarten im Gedächtnis. Die Repräsentation scheint die gleiche hierarchische Struktur aufzuweisen, die man mit räumlichen Vorstellungen verbindet. Beim Abrufen dieser kognitiven Landkarten entstehen systematische Verzerrungen, da nicht die absolute Lage der zu merkenden Orte erinnert wird, sondern die relative Lage der Orte, die in Gebiete eingebettet sind (mentale Modelle).

Literatur

Andersen, J. R. (1996). Kognitive Psychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Schönpflug, W. & Schönpflug, U. (1983). Psychologie. Allgemeine Psychologie und ihre Verzeigungen in die Entwicklungs-, Persönlichkeits- und Sozialpsychologie. München: Urban und Schwarzenberg.


 
     
 
 
 
     
 
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