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moralische Entwicklung

 
     
   
durchläuft nach Kohlberg sechs Stufen, von denen jeweils zwei Reifungsschritte eine neue Ebene der Anpassung repräsentieren. Sie verläuft von einem präkonventionell-egozentrischen hin zum konventionell-soziozentrischen Niveau, auf dem Personen ihr Handeln am Allgemeinwohl, an Gruppennormen, -pflichten, -regeln und an geltenden Gesetzen orientieren, bis zum postkonventionell-ausbalancierten Niveau:

1) Orientierung an Bestrafung und Gehorsam

2) instrumentelle Orientierung an eigenen Bedürfnissen

3) um Billigung bemühte Konformität

4) Erfüllung des Ordnungs- und Rechtssystems

5) Verständnis des Systems als Gesellschaftsvertrag

6) Entwicklung eines subjektiven Gewissens

Diese Stufentheorie geht von der Annahme eines endogenen, umweltunabhängigen Verlaufsmusters aus, in dem die Entwicklungsschritte alle in der definierten Reihenfolge durchlaufen werden müssen. Fixation oder das Überspringen würden zu Sozialisationsstörungen führen. Unter Bezug auf die Lerntheorien (Lernen) ist allerdings eher davon auszugehen, daß kulturabhängige Sozialisationspraktiken diesen angenommenen Automatismus beeinflussen (Entwicklungspsychologie, Jugendpsychologie, Verantwortlichkeit von Straftätern, Feministische Psychologie).


 
     
 
 
 
     
 
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