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Farbentheorien

 
     
   
zielen darauf ab, die physiologischen Prozesse abzuklären, die dem Farbensehen zugrundeliegen. Die beiden wichtigsten Theorien sind die Dreifarbentheorie und die Gegenfarbentheorie aus dem 19. Jh, die beide richtig sind und sich auf physiologischer Ebene miteinander vereinbaren lassen.

a) Dreifarbentheorie von Th. Young und H. Helmholtz (Young-Helmholtz-Farbentheorie): Ihr zufolge beruht die Farbwahrnehmung auf drei Rezeptorsystemen (drei Arten von Zapfen für die Farben Rot, Grün, Blau) mit jeweils unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit. Licht mit einer bestimmten Wellenlänge erregt die drei Rezeptorsysteme der Netzhaut in unterschiedlicher Weise, und das jeweilige Aktivitätsmuster in den drei Systemen führt zur Wahrnehmung eines spezifischen Farbeindrucks.

b) Gegenfarbentheorie von E. Hering: Durch phänomenologische Beobachtungen stellte Hering fest, daß die Farben Rot und Grün sowie Blau und Gelb perzeptuell zu je einem Gegensatzpaar verbunden sind. Er postulierte somit als vierte Elementarfarbe Gelb. Die Betrachtung eines roten Feldes erzeugt ein grünes Nachbild, bei Blau folgt ein gelbes Nachbild. Nach Hering entsprechen positive und negative Reizantworten dem Auf- und Abbau chemischer Substanzen in der Netzhaut.

Wir wissen heute, daß beide Mechanismen unsere Farbwahrnehmung beeinflussen - die trichromatischen Mechanismen wirken auf der Rezeptorenebene, die Gegenfarbenmechanismen auf der Ebene höherer Neuronen.

Literatur

Goldstein, E. B. (1997). Wahrnehmungspsychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.


 
     
 
 
 
     
 
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