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Skinner

 
     
   
Burrhus Frederic, 1904–1990, amerikanischer Psychologe und Verhaltensforscher, der als einer der führenden Vertreter des Behaviorismus gilt und auch über die Psychologie hinaus großen Einfluß hatte.Skinner studierte englische Literatur und Psychologie, promovierte 1931 in Psychologie an der Harvard University und lehrte ab 1936 als Professor zunächst an der University of Minnesota, ab 1945 an der Indiana University. 1949 kehrte er an die Harvard University zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung tätig war. Beeinflußt durch die Arbeiten von Pawlow in der Sowjetunion und Watson in den USA entwickelte Skinner aus der Beobachtung tierischen Verhaltens Experimente mit Ratten und Vögeln, die er einfache Aufgaben lösen ließ (z.B. einen Hebel drücken oder auf einen bestimmten Punkt picken). Sein Vorgehen, durch das er Tiere dazu brachte, bestimmte Handlungen auszuführen, bezeichnete er als “operantes Konditionieren” (instrumentelles Lernen). Die Erkenntnisse aus seinen Experimenten mit Tieren übertrug er auf seine behavioristische Lerntheorie. Entscheidend für das Erlernen von Verhaltensweisen sind danach die “positiven” und “negativen Verstärker”, die dazu führen, das eine bestimmte Reaktion eintritt.

Auf Skinner geht außerdem das “Programmierte Lernen” zurück, eine linear verlaufende Lehrmethode, bei der dem Schüler, an eine technische Apparatur (Computer, Tonband etc.) gebunden, kleine, abgeschlossene und aufeinander aufbauende Lerneinheiten präsentiert werden. In seinem Roman “Walden Two” (1948; deutsch: “Futurum Zwei”) versuchte er, die Vision einer aggressionsfreien Gesellschaft zu entwerfen, in “Beyond Freedom and Dignity” (1971; deutsch: “Jenseits von Freiheit und Würde”) plädierte er dafür, Massenkonditionierung als Mittel sozialer Kontrolle einzusetzen (Aggression).


 
     
 
 
 
     
 
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