A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Musiktherapie

 
     
   
hat bei der Heilung von Krankheiten eine lange kulturgeschichtliche Tradition; als eigenständige Disziplin hat sich die Musiktherapie aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etabliert. Heute versteht sie sich in der Regel als eine spezielle Form der Psychotherapie und damit als Teil der Klinischen Psychologie. Theoretisch ist sie überwiegend tiefenpsychologisch orientiert; in der Anwendung kommen aber auch Elemente anderer Therapierichtungen zum Tragen. Bei den Formen der Musiktherapie wird insbesondere zwischen rezeptiven und aktiven Musiktherapien unterschieden. Die rezeptiven Musiktherapien arbeiten u.a. mit den Erinnerungen an Konflikt- und Problemsituationen, die durch das Anhören emotional besetzter Musik angeregt werden. Die heute überwiegend praktizierten aktiven Musiktherapien setzen Musik – meist die musikalische Improvisation – in Einzeltherapien oder Gruppentherapien als symbolische Ausdrucks- und Kommunikationsmittel für Gefühle (Emotion) und Problemlagen ein, um diese anschließend zu verbalisieren und psychotherapeutisch aufzuarbeiten. Aktive Musiktherapie wird häufig in Verbindung mit anderen künstlerischen Tätigkeiten, wie z.B. Bewegung, Tanz, Malen und Zeichnen, angewandt. Außerhalb des psychotherapeutischen Bereiches im engeren Sinne finden musiktherapeutische Elemente auch in der Sonderpädagogik, in der Geriatrie und in der Medizin Anwendung. In der klinischen Medizin wird Musikhören z.B. als begleitende therapeutische Maßnahme zur Verminderung von Angst-, Streß- und Schmerz-Reaktionen erprobt und eingesetzt.

Literatur

Bruhn, H., Oerter, R. & Rösing, H. (Hrsg.). (1993). Musikpsychologie. Ein Handbuch. Reinbek: Rowohlt.


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Musikpsychologie
Musiktherapie aktive
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : misfit | interindividuelle Differenzen | Ähnlichkeitsindex
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon