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Qualifizierung

 
     
   
zielgerichtete und geplante Veränderung arbeitsbezogener und allgemeiner Fertigkeiten. Darunter sind Fördermaßnahmen zu verstehen, die sich auf Wissensvermittlung, Verhaltensmodifikation und Persönlichkeitsentwicklung beziehen. Sie dienen der Erweiterung beruflicher Handlungskompetenz ebenso wie der Bewältigung und Prävention negativer Beanspruchungsfolgen bei der Aufgabenbewältigung. Die Zunahme von Tätigkeiten in zunehmend vernetzten und komplexen Systemen, wie sie z.B. bei der gruppenorientierten Arbeitsgestaltung im Fertigungs- und Verwaltungsbereich vorliegen, erfordern verstärkt Interventionen, die planendes und methodisches Denken, selbständiges Problemlösen sowie kooperative Verhaltensweisen (Kooperation) und soziale Unterstützung fördern. Noch stärker als “gezielte” Trainings- und Fördermaßnahmen wirken allerdings aktuelle Arbeitssituationen auf die Förderung und Erhaltung von Leistungsvoraussetzungen. Trotz der Schwierigkeit, einen direkten Einfluß von komplexen Arbeitsstätigkeiten auf die Qualifikation und die kognitive Leistungsfähigkeit festzustellen, zeigen längsschnittliche Befunde eindeutig, daß die Entwicklung kognitiver Leistungen und Intelligenz positiv durch gering ausgeprägte Arbeitsrestriktivität beeinflußt wird. Als besonders förderliche Dimensionen der Arbeit werden u.a. Problemhaltigkeit, Abwechslungsreichtum und Handlungsspielraum angeführt (Job Enlargement, Job Enrichment, Job Rotation). Dieser Effekt ist auch in nicht-beruflichen Lebensfeldern spürbar: Einengende unterfordernde Tätigkeiten sind mit verringerten Aktivitäten in der Freizeit korreliert (Qualifikation, Weiterbildung, Leistung).


 
     
 
 
 
     
 
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