A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Steiner

 
     
   
Rudolf, 1861–1925, Begründer der Anthroposophie, wurde in Kraljevic (Kroatien) geboren und studierte an der Wiener Technischen Hochschule Mathematik und Naturwissenschaften, Literatur, Philosophie und Geschichte. Er promovierte in Philosophie, arbeitete anschließend am Goethe-Schiller-Archiv in Weimar. 1897 veröffentlichte er "Goethes Weltanschauung", 1904 "Theosophie". Er war seit 1902 Leiter der deutschen Sektion der "Theosophischen Gesellschaft”, löste sich aber von ihr, gründete 1913 die Anthroposophische Gesellschaft und 1919 im Auftrag des Zigarettenfabrikanten Emil Moldt die erste Waldorf-Schule. Steiners frühe Werke fußen im deutschen Idealismus, und er integriert phänomenologische Aspekte der Geotheanistischen Naturbetrachtung. Steiners epistemologische Position gründet auf einem ontologischen Monismus: Geist (Bewußtsein) und Materie sind nur verschiedene Wahrnehmungen ein und derselben Wirklichkeit. Er entwickelt Methoden, wie eine solche Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeit erworben werden kann, und beschreibt die Weltentstehung und -entwicklung bis in vorgeschichtliche Zeiten, Theorien über Reinkarnation und Karma und Vorgänge nach dem Tod. Seine Anthroposophie übt nach wie vor teilweise großen Einfluß auf pädagogische Einrichtungen, ökologische Bewegungen und alternative Lebensweisen aus (New Age, Ernährung, alternative).


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Steinbrocker Stadien- und Funktionsindex
Steinthal
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Affektsozialisation | unkonditionierter Stimulus | Rationalisierung arbeitswissenschaftliche
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon