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Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen, zwischen Materie und Geist, wird von verschiedenen wissenschaftlichen Positionen her unterschiedlich beantwortet, wobei eine Entscheidung über die Wahl einer bestimmten Haltung immer ihre ideologische (Ideologie) Seite hat. Im Marxismus befürwortet man einen «materialistischen Monismus»: die materiellen, körperlichen Vorgänge sind die Grundlage des Erlebens, das die Welt der Materie widerspiegelt. Daß es eine von körperlichen Vorgängen unabhängige Seele gibt, gehört zu den Überlieferungen der christlichen Religion und vieler anderer Glaubenshaltungen. Letzten Endes ist keine der Grundaussagen: «Alles ist Materie» oder «Alles ist Geist» oder «Seele» zu widerlegen oder zu beweisen; es handelt sich eher um einen (gefühlsbetonten) Streit um Worte und Bedeutungen. Wissenschaftlich nachgewiesen sind bisher nur seelische Vorgänge in Abhängigkeit von gleichzeitig ablaufenden Veränderungen elektrischer und chemischer Art im Nervensystem (Gehirn), wobei Eingriffe in den Stoffwechsel der Gehirnzellen (etwa durch Drogen oder durch mangelhafte Blutversorgung) auch zu einschneidenden Einbußen an seelischer Leistungsfähigkeit führen. Körperliche und seelische Vorgänge werden je für sich untersucht und beschrieben, doch können sich diese Beschreibungen, auf dieselben Erscheinungen bezogen, durchaus ergänzen. |
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